Christiane Rösener, Christine Kalloch, Ina Schröder, Jens Siebert
Gestaltungskompetenz im Religionsunterricht der Oberstufe – eine empirische Studie zur Ermittlung der LehrerInnenhaltung im Bezug auf die Förderung von Gestaltungskompetenz
Ziele
Die Studie identifiziert und beschreibt die Haltung von Religionslehrerinnen und –lehrern im Bezug auf die Gestaltungskompetenz im Religionsunterricht der Oberstufe und entwickelt aus diesen Ergebnissen heraus Perspektiven für die Umsetzung der neuen Kerncurricula.
Prämissen
1. Die Gestaltungskompetenz stellt eine der fünf zentralen, im Religionsunterricht zu fördernden, Kompetenzen dar. Sie im Oberstufenunterricht zu fördern wird von vielen unterrichtenden Lehrkräften als schwierig angesehen – da sie dem wissenschaftspropädeutischem Ansatz des Religionsunterrichts in der Oberstufe zu widersprechen scheint. Widerstände und Ignoranz der neuen Vorgaben sind daher zu erwarten.
2. Jede Schulreform steht oder fällt mit der Umsetzung durch die Lehrkräfte. Daher ist es wichtig, mögliche Widerstände genauer zu kennen, um ihnen argumentativ und/oder unterstützend begegnen zu können.
3. Unter katholischen und evangelischen ReligionslehrerInnen gibt es möglicherweise
Unterschiede im Bezug auf ihre Haltung zur Gestaltungskompetenz.
ProbandInnen sollten daher aus beiden Konfessionen stammen und die Forschungsergebnisse nach möglichen konfessionellen Unterschieden, bzw. Gemeinsamkeiten befragt werden. Durch die interkonfessionelle
Zusammenarbeit im Forschungsteam kann diese Zielsetzung besonders gut verfolgt
werden.
Methodisches Design
1. Erhebung qualitativer Daten durch Unterrichtsbeobachtungen, Fragebögen und Interviews mit ausgewählten Lehrkäften Niedersachsens.
2. Auswertung der Daten nach der grounded theory.
Einführende Literatur
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Stand März 2011